Pfaffenhofen >> Kultur & Kreatives >> Filmkunsttage: Der besondere Film
Der besondere Film:
Es kommen Filme zur Aufführung, die nicht dem "mainstream"-Kino angehören, die in den Filmkritiken zwar als sehr sehenswert eingestuft werden, die aber dennoch nur zum geringen Teil den Weg in die Kinos finden. Bei guten Filmen lohnt es sich sehr, über sie zu reden. Oft wird man sich erst dann ihrer besonderen künstlerischen Qualität bewusst. Deshalb laden wir nach der Aufführung des Filmes zu einer kleinen Gesprächsrunde im Kino-Bistro ein. Es moderiert Peter Dorn, der zusammen mit Pia Schafft für die Auswahl der Filme sorgt.

Online-Anmeldung nicht mögl. Filmkunst-Tag: Das Ende ist erst der Anfang

Di, 03.10.2017, 19:30 Uhr, in Pfaffenhofen − Kurs-Nr. 172A5732
Dozent: Peter Dorn (Moderation)

Zwei düstere Männer, Gilou und Cochise, treffen auf verschlossen-aggressive Hinterwäldler, lernen ein junges, schutzloses Pärchen kennen, und zweifeln bald an ihrem Auftrag. Ein Mann, der sich Jesus nennt, kreuzt ihre Wege. Dann erkrankt Gilou schwer, und Cochise verliebt sich in die einsame Clara (Suzanne Clément). Und dies ist erst der Anfang einer fast surreal anmutenden Geschichte, die sich um die großen Fragen von Liebe, Schuld und Vergebung dreht.

Dem belgischen Regisseur Bouli Lanners ("Eldorado") ist das Kunststück gelungen, einen spirituellen Neo-Western zu drehen, der mit einer ganzen Galerie skurrilen Gestalten aufwarten kann. Aber diese Figuren wirken nicht lächerlich, sondern sehr menschlich in ihrem Verlangen nach Sinn und Erlösung.

Da findet der ängstliche kleine Gangster Gilou, gespielt vom Regisseur, nach einer existenziellen Erfahrung einen neuen Lebenssinn. Einmal fragt er einen alten, gebrechlichen Pensionsbesitzer (Michael Lonsdale), warum dieser sich so viel Mühe mit seinen Pflanzen mache und bekommt die Antwort: "Weil das Leben mehr ist als einfach zu atmen".
Nach diesem Mehrwert, der für alle Kreaturen gilt, forscht dieses lakonische Drama auf bewundernswert intensive und dennoch unterhaltsame Art und Weise. Da hält dann Max von Sydow als gebrechlicher Priester eine anrührenden Grabrede auf einen längst mumifizierten Leichnam, und Jesus überredet einen Flüchtenden, die Pistole abzulegen.
Es gibt immer einen Grund für das Leben und gegen den Tod. Dies ist die gute Botschaft dieses mutigen Films. Da lichtet sich dann sogar das graue Firmament ein wenig und lässt etwas Licht erahnen.

Ausgezeichnete Unterhaltung für einen mehrfach ausgezeichneten Film.
97 Minuten – (FSK ab 12 Jahre)
Genre: Drama ( Frankreich 2017) Regie: Bouli Lanners

Online-Anmeldung nicht mögl. Filmkunst-Tag: Mommy

Di, 07.11.2017, 19:30 Uhr, in Pfaffenhofen − Kurs-Nr. 172A5733
Dozent: Peter Dorn (Moderation)

Das kanadisches Jugenddrama Mommy unter der Regie von Xavier Dolan hatte seine Premiere im Wettbewerb der Filmfestspiele von Cannes 2014 und gewann dort den Preis der Jury. 2015 kam der Film als kanadischer Beitrag in die Vorauswahl für einen Oscar als bester nicht englischsprachiger Film.

Diane Després, die alleinerziehende Mutter ihres 15-jährigen Sohnes Steve, ist in Montreal mit der Erziehung des unruhigen, teilweise gewalttätigen Jungen überfordert. Sie bekommt schließlich Unterstützung durch die mysteriöse neue Nachbarin Kyla, die nach einem Trauma mit ihrem Mann und ihrer kleinen Tochter dorthin gezogen ist. Kyla ist Lehrerin und macht gerade ein Sabbatjahr. Diane bittet Kyla, Steve Unterricht zu erteilen, damit er einen Schulabschluss erhalten kann. Kyla willigt ein. Ihre erste Unterrichtseinheit verläuft wenig erfolgreich, weil Steve ihr gegenüber gewalttätig wird. Am selben Abend entschuldigt sich Steve bei Kyla und bittet sie, ihn weiter zu unterrichten. Zwischen den drei Personen entwickelt sich eine intensive Dynamik, die immer wieder zu krisenhaften Auseinandersetzungen führt.
Ein intensives und berührendes Drama mit kraftvollen Bild-Ton-Kompositionen.
Krise - das Thema des Films - ist hochaktuell: Im Oktober 2017 startet der Krisendienst Psychiatrie, der nach den Regionen München, Südost- und Südwest-Oberbayern nun auch in der Region 10 angeboten wird. Ab 1.10.2017 gibt es nun auch für BürgerInnen im Landkreis Pfaffenhofen die Möglichkeit, in seelischen Notlagen kostenlos und unbürokratisch Hilfe über die zentrale Notrufnummer des Krisendienstes Psychiatrie 0180/655 3000 zu erhalten.

Die Veranstaltung wird begleitet durch eine von Günter Merkl organisierte Ausstellung.
Nach dem Film besteht die Möglichkeit zum Gespräch, auch mit Experten aus dem Krisendienst.

Online-Anmeldung nicht mögl. Filmkunst-Tag: Western

Di, 05.12.2017, 19:30 Uhr, in Pfaffenhofen − Kurs-Nr. 172A5734
Dozent: Peter Dorn (Moderation)

Western ist das zweite abendfüllende Filmdrama der in Bremen geborenen Regisseurin Valeska Grisebach. Sein Titel: Western. Auf den ersten Blick scheint es sich wirklich um einen Westernfilm zu handeln. Etliche, zum Genre gehörende Elemente finden sich da: eine wilde Landschaft, brütend heiße Sonne, eine Kleinstadt in der Einöde, ein Straßencafé als Saloon, eine Art Fort, Pferde, Pokerspiel, Saufen, eine Frau, um die gekämpft wird und natürlich Männer, Helden, freilich keine Westernhelden, sondern deutsche Bauarbeiter, die in Bulgarien, nahe der griechischen Grenze, einen Staudamm errichten sollen. Mit Überheblichkeit schauen sie auf die Einheimischen herab, so wie man früher den Indianern gegenübertrat.
Und doch ist der Film kein Western, vielfach wird das Genre unterlaufen. Es gibt keine eindeutig Guten und Bösen, vielmehr werden die Charaktere differenziert gezeigt, mit all ihren Schwächen. Die ruhige, betont langsame Inszenierung lässt eine dichte Atmosphäre entstehen. Der Bilder vom Alltag der Männer, aber auch vom Dorfleben wirken oft wie in einem Dokumentarfilm. Dem entspricht, dass die Regisseurin ausschließlich Laiendarsteller für ihren Film eingesetzt hat, deren einprägsame Gesichter und Gesten beim Zuschauer einen bleibenden Eindruck hinterlassen.
Da ist Vorarbeiter Vincent, dessen ungeschickter, tölpelhafter Versuch, mit einem Mädchen in Kontakt zu kommen, die ohnehin schon problematischen Beziehungen zwischen den Deutschen und den Dorfbewohnern zusätzlich belasten. Verständigungsschwierigkeiten, die zu Missverständnissen führen, kommen hinzu.
Und da ist Meinhard, der sich meist abseits von seinen Arbeitskameraden aufhält und deshalb bei ihnen bald als Außenseiter gilt. Er will sich den Leuten im Dorf annähern und wird dort bald „Legionär“ genannt, weil er einmal von seinem unsteten Wanderleben als Söldner auf verschiedenen Kriegsschauplätzen erzählt hat. Er ist ein wirklich einsamer Held, der sich aber nach Gemeinschaft sehnt. Wird ihm das bei seinem widersprüchlichen Charakter jemals gelingen?
Der Film, der mehrere Preise erhalten hat, wurde auf dem Festival in Cannes vorgestellt und kam Ende August in die deutschen Kinos.
Nach der Vorstellung besteht die Möglichkeit zum Gespräch über den Film. Interessierte sind dazu recht herzlich eingeladen.

Online-Anmeldung nicht mögl. Filmkunst-Tag

Di, 09.01.2018, 19:30 Uhr, in Pfaffenhofen − Kurs-Nr. 172A5735
Dozent: Peter Dorn (Moderation)

In dieser Reihe kommen in Zusammenarbeit mit dem CineradoPlex Pfaffenhofen Filme zur Aufführung, die nicht dem "mainstream"-Kino angehören, die in den Filmkritiken zwar als sehr sehenswert eingestuft werden, die aber dennoch nur zum geringen Teil den Weg in die Kinos finden.
Bei guten Filmen lohnt es sich sehr, über sie zu reden. Oft wird man sich erst dann ihrer besonderen künstlerischen Qualität bewusst. Deshalb laden wir nach der Aufführung des Filmes zu einer kleinen Gesprächsrunde im Kino ein. Es moderiert Peter Dorn, der zusammen mit der Kinobetreiberin Pia Schafft für die Auswahl der Filme sorgt.

In der Regel läuft der "Besondere Film" immer am 1. Dienstag eines Monats.
Um die Aktualität des Programms zu erhöhen, stehen die Filmtitel zum Redaktionsschluss noch nicht fest. Informationen dazu entnehmen Sie bitte der Tagespresse.

Beginn jeweils um 19.30 Uhr, Cinerado Plex, Pfaffenhofen Ledererstraße 3
Eintritt 6,50 € (evtl. Zuschlag bei Überlänge)

*Newsletter abonnieren:*
Gerne senden wir Ihnen rechtzeitig vor jedem Filmkunsttag eine kurze E-Mail mit Informationen zum nächsten Film. Teilen Sie uns einfach Ihre E-Mail-Adresse mit: vhs@landratsamt-paf.de

Online-Anmeldung nicht mögl. Filmkunst-Tag

Di, 06.02.2018, 19:30 Uhr, in Pfaffenhofen − Kurs-Nr. 172A5736
Dozent: Peter Dorn (Moderation)

In dieser Reihe kommen in Zusammenarbeit mit dem CineradoPlex Pfaffenhofen Filme zur Aufführung, die nicht dem "mainstream"-Kino angehören, die in den Filmkritiken zwar als sehr sehenswert eingestuft werden, die aber dennoch nur zum geringen Teil den Weg in die Kinos finden.
Bei guten Filmen lohnt es sich sehr, über sie zu reden. Oft wird man sich erst dann ihrer besonderen künstlerischen Qualität bewusst. Deshalb laden wir nach der Aufführung des Filmes zu einer kleinen Gesprächsrunde im Kino ein. Es moderiert Peter Dorn, der zusammen mit der Kinobetreiberin Pia Schafft für die Auswahl der Filme sorgt.

In der Regel läuft der "Besondere Film" immer am 1. Dienstag eines Monats.
Um die Aktualität des Programms zu erhöhen, stehen die Filmtitel zum Redaktionsschluss noch nicht fest. Informationen dazu entnehmen Sie bitte der Tagespresse.

Beginn jeweils um 19.30 Uhr, Cinerado Plex, Pfaffenhofen Ledererstraße 3
Eintritt 6,50 € (evtl. Zuschlag bei Überlänge)

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