Pfaffenhofen >> Kultur & Kreatives >> Filmkunsttage: Der besondere Film
Der besondere Film:
Es kommen Filme zur Aufführung, die nicht dem "mainstream"-Kino angehören, die in den Filmkritiken zwar als sehr sehenswert eingestuft werden, die aber dennoch nur zum geringen Teil den Weg in die Kinos finden. Bei guten Filmen lohnt es sich sehr, über sie zu reden. Oft wird man sich erst dann ihrer besonderen künstlerischen Qualität bewusst. Deshalb laden wir nach der Aufführung des Filmes zu einer kleinen Gesprächsrunde im Kino-Bistro ein. Es moderiert Peter Dorn, der zusammen mit Pia Schafft für die Auswahl der Filme sorgt.

keine Online-Anmeldung Filmkunst-Tag: Die kanadische Reise

Di, 06.02.2018, 19:30 Uhr, in Pfaffenhofen − Kurs-Nr. 181A5730
Dozent: Peter Dorn (Moderation)

Genre: Familiendrama
Herkunftsland/Jahr: Frankreich 2016
Regisseur: Philippe Lioret
Drehbuch: Philippe Lioret, Natalie Carter
Darsteller: Gabriel Arcand, Pierre Deladonchamps
Länge: 98 Min

Menschen, die sich auf eine Reise machen, sind ein Thema, das sehr häufig in Filmdramen vorkommt; sei es, dass sie durch äußere Umstände oder einen besonderen Anlass dazu gebracht werden, ihre gewohnte Umgebung aufzugeben, sei es, dass neue Erkenntnisse, ein inneres Bedürfnis sie zu diesem Schritt ermuntert. Immer führen solche Reisen auch zu einem Wandel ihrer Persönlichkeit, sie machen gewissermaßen auch eine innere Reise durch.

Der Film, den die vhs im Rahmen ihrer bekannten Reihe zeigt, handelt von so einem Menschen. Es ist Mathieu, ein 33-jähriger Franzose, der in Paris lebt. Sehr zufrieden ist er mit seinem Leben nicht. Er hat einen langweiligen Job als kaufmännischer Angestellter, ist geschieden und hat einen Sohn, den er sehr gerne mag. Regelmäßig besucht er ihn am Wochenende. Nebenher versucht er sich als Autor von Kriminalromanen.
Dieses Mal aber kann Mathieu das Wochenende nicht mit seinem Sohn verbringen, denn er erfährt durch einen Anruf, dass sein Vater in Quebec gestorben ist und der unbekannte Anrufer ihm nun ein Paket schicken will, das der Verstorbene ihm hinterlassen hat.
Mathieu trifft das sehr, denn bisher hat er überhaupt nicht gewusst, wer sein Vater ist. Die verstorbene Mutter hat seine diesbezüglichen Fragen immer abgetan. Er sei nur das Ergebnis einer einzigen nächtlichen Begegnung gewesen und nichts weiter. Irgendwann hat Mathieu aufgeben, weiter nachzubohren.
Umso überraschter ist er nun und ihn packt die frühere Sehnsucht, mehr über seinen unbekannten Vater und dessen Lebensumstände zu erfahren.
Der Anrufer gibt sich als Pierre zu erkennen, der ein langjähriger Freund des Vaters war. Obwohl dieser eigentlich davon abrät, macht sich Mathieu sofort nach Kanada auf, um wenigstens an der Beerdigung seines unbekannten Vaters teilnehmen zu können.
Dort erfährt Mathieu, dass er auch noch zwei Halbbrüder hat, die er ebenfalls kennen lernen möchte. Pierre reagiert skeptisch und nur unter der Bedingung, seine wahre Herkunft nicht zu verraten, darf er ihnen begegnen. Schließlich sollten die trauernden Hinterbliebenen nicht auch noch von dem damaligen Seitensprung des Vaters erfahren.
Und so macht Mathieu Bekanntschaft mit seiner neuen Familie. Da Pierre immer an seiner Seite ist, begegnet er auch dessen Familie und allmählich klärt sich für ihn - und den Zuschauer Manches, was bisher dunkel und unverständlich war.

Der französische Regisseur Philippe Lioret, der als Meister des leisen, gefühlvollen Kinos gilt, hat mit Die kanadische Reise ein bewegendes Familiendrama um ein problematisches Kennenlernen geschaffen. Unaufgeregt, aber spannend erzählt er von der Suche eines Mannes nach seiner Herkunft und nach sich selbst.
Nach dem Film gibt es die Möglichkeit zum Gespräch. Interessierte sind dazu recht herzlich eingeladen.

keine Online-Anmeldung Filmkunst-Tag: (Filmtitel steht noch nicht fest)

Di. 06.03.2018, 20:00 Uhr, in Pfaffenhofen − Kurs-Nr. 181A5732
Dozent: Peter Dorn (Moderation)

Filmprojekt in Zusammenarbeit mit Fr. Adlkofer von der psychozozialen Krebsberatungsstelle Ingolstadt, noch kein Film ausgewählt.

keine Online-Anmeldung Filmkunst-Tag: (Filmtitel steht noch nicht fest)

Di. 10.04.2018, 20:00 Uhr, in Pfaffenhofen − Kurs-Nr. 181A5733
Dozent: Peter Dorn (Moderation)

Derzeit keine Informationen verfügbar

keine Online-Anmeldung Filmkunst-Tag: Félicité

Di. 24.04.2018, 20:00 Uhr, in Pfaffenhofen − Kurs-Nr. 181A5734
Dozent: Peter Dorn (Moderation)

Filmprojekt im Rahmen der Interkulturellen Tage:
Félicité, Familiendrama von Alain Gomis; Frankreich, Spanien, Belgien, Deutschland, Libanon
2017

Félicité (Véro Tshanda Beya) lebt mit ihrem Sohn Samo (Gaetan Claudia) in Kinshasa, wo sie abends in einer Bar als Sängerin arbeitet. Doch das Singen ist für die selbstbewusste Frau viel mehr als ein Job, es ist ihre Leidenschaft und Berufung. Mit ihrer Stimme verzaubert sie nicht nur ihre Zuhörer, sondern taucht selbst in eine andere Welt ein. Als Samo bei einem Unfall schwer verletzt wird und operiert werden muss, sieht sich die sonst so unabhängige Félicité gezwungen, andere um Hilfe zu bitten, um das Geld für den teuren Eingriff zusammenzubekommen. Sie wendet sich an Freunde, Nachbarn, sogar an Wildfremde. Ihr Weg führt sie quer durch die Metropole, in der ungeheure Armut und dekadenter Reichtum direkt nebeneinander existieren. Unterstützung bekommt sie dabei von Tabu (Papi Mpaka), einem Stammgast der Bar. „Kluge Milieustudie über den Kongo, die mit einer kraftvollen Heldin begeistert“ (Süddeutsche Zeitung); ausgezeichnet mit dem Silbernen Bären der Berlinale 2017.
Bildmaterial: grandfilm.de/felicite/

keine Online-Anmeldung Filmkunst-Tag: Ghostland

Di. 08.05.2018, 20:00 Uhr, in Pfaffenhofen − Kurs-Nr. 181A5735
Dozent: Peter Dorn (Moderation)

Filmprojekt im Rahmen der Interkulturellen Tage:
Ghostland – Eine Reise ins Land der Geister; Dokumentarfilm von Simon Stadler; Deutschland
2016

Ghostland – so nennen die Ju/‘Hoansi Europa, das Land der weißen Geister. Die Ju/‘Hoansi gehören zu den ältesten Kulturen der Welt. Doch das Leben der Nomaden hat sich in den letzten Jahrzehnten radikal verändert. Seit 1990 ist ihnen in Namibia verboten zu jagen, das Land ist von Farmern abgesteckt und umzäunt, die Ju/‘Hoansi müssen sich niederlassen und sind auf Zuwendung des Staates sowie aus Einnahmen durch den Tourismus angewiesen. Doch wer sind überhaupt die Menschen, die zu ihnen kommen? Eine Gruppe Ju/‘Hoansi macht sich auf, Europa zu erforschen.Die Dokumentation des Ethnologen Simon Stadler dreht sich um einen wundervollen Perspektivwechsel: Wie sieht das Leben in Europa durch die Augen eines Ju/‘Hoansi aus? Gemeinsam mit der Dokumentarfilmerin Catenia Lermer hat Stadler die einstigen Nomaden auf ihrer Reise begleitet. Herausgekommen ist ein faszinierender Rollentausch, in dem die “moderne” und “zivilisierte” Welt aus einer völlig neuen Perspektive erscheint. Im Jahr 2016 wurde die Dokumentation “Ghostland – Eine Reise ins Land der Geister” mit dem Hessischen Filmpreis ausgezeichnet.
Bildmaterial: www.ghostland-themovie.com

keine Online-Anmeldung Filmkunst-Tag: (Filmtitel steht noch nicht fest)

Di. 05.06.2018, 20:00 Uhr, in Pfaffenhofen − Kurs-Nr. 181A5736
Dozent: Peter Dorn (Moderation)

Derzeit keine Informationen verfügbar

keine Online-Anmeldung Filmkunst-Tag: (Filmtitel steht noch nicht fest)

Di. 03.07.2018, 20:00 Uhr, in Pfaffenhofen − Kurs-Nr. 181A5737
Dozent: Peter Dorn (Moderation)

Derzeit keine Informationen verfügbar



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