Pfaffenhofen >> Gesellschaft >> Vorträge: vhs.wissen.live
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Veranstaltung "Livestream - vhs.wissen live: Die Wiederfindung der Nation" (221A1148) ist für Online-Anmeldungen nicht freigegeben.
Renommierte Experten aus Gesellschaft, Politik und Wissenschaft referieren zu aktuellen Themen. Nehmen Sie online teil – egal ob von zu Hause oder ob Sie unterwegs sind. Melden Sie sich an und erhalten Sie den Link zur Teilnahme Live-Stream des gewünschten Vortrags. Stellen Sie Fragen per Chat und diskutieren Sie mit.
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Livestream - vhs.wissen live: Die Geschichte der russisch-ukrainischen Beziehungen

So., 06.03.2022, 19:30 - 21:00 Uhr, in Pfaffenhofen − Kurs-Nr. 221A1119
Dozentin:

Wladimir Putin greift für die Rechtfertigung seines Angriffskriegs auf ein Narrativ zurück, nachdem die Ukraine schon immer ein Teil Russlands gewesen sei.
Doch der Konflikt mit Russland um die ukrainische Unabhängigkeit reicht bis ins Mittelalter zurück.

In diesem Vortrag zeichnet die Historikerin Prof. Ricarda Vulpius den Konflikt nach und nimmt dabei auch die Geschichte des russischen Imperialismus in den Blick.
Ricarda Vulpius ist Professorin für Osteuropäische Geschichte an der Universität Münster.
Ihr Forschungsschwerpunkt ist die russländische Imperiumsgeschichte sowie die Geschichte der Ukraine und ihre Verflechtungen.

Livestream - vhs.wissen live: Das unzufriedene Volk: Protest und Ressentiment in Ostdeutschland von der friedlichen Revolution bis heute

Mi., 09.02.2022, 19:30 - 21:00 Uhr, in Pfaffenhofen − Kurs-Nr. 221A1120
Dozentin:

Ostdeutsche stilisieren sich im öffentlichen Diskurs gern als Opfer der deutschen Einheit. Tatsächlich haben sie sich aber von der friedlichen Revolution bis heute als mächtiger politischer Akteur erwiesen.
So ging im revolutionären Umbruch von 1989 die Dynamik nicht von der kleinen Schar der Bürgerrechtler und Bürgerrechtlerinnen aus, sondern von der Bevölkerung.
Und heute beherrscht die ostdeutsche Bevölkerung durch ihr Wahlverhalten und nicht zuletzt durch ihren Opferdiskurs die öffentlichen Debatten. Am ostdeutschen Protestverhalten lässt sich begreifen,
wie sich eine Bevölkerung zum Volk konstituiert - unter den Bedingungen einer Diktatur - und wie in der Demokratie die kollektive Selbstermächtigung zum Ressentiment verkommt.

Detlef Pollack zählt zu den führendsten Religions- und Kultursoziologen. Er hatte Professuren in Leipzig, Frankfurt/Oder und New York inne. Derzeit lehrt er in Münster.
Stefan Locke wurde 1974 in Bautzen geboren. Er studierte in Dresden und Portland und arbeitete anschließend für die "Dresdner Morgenpost". Seit September 2016 ist er politischer Korrespondent für Sachsen und Thüringen mit Sitz in Dresden.

Livestream - vhs.wissen live: "Die Himmelsscheibe von Nebra - Fürsten, Goldwaffen und Armeen"

Fr., 25.02.2022, 19:30 - 21:00 Uhr, in Pfaffenhofen − Kurs-Nr. 221A1124
Dozentin:

Livestream mit Harald Meller. Die Himmelsscheibe von Nebra zählt als älteste bekannte konkrete Himmelsdarstellung der Welt zu den wichtigsten archäologischen Funden des letzten Jahrhunderts.
Vor etwa 3600 Jahren am Mittelberg bei Nebra im südlichen Sachsen-Anhalt vergraben, erlebte sie zuvor mehrere Veränderungen ihres Bildprogramms und ihrer Bedeutung.
Ihre Erforschung ermöglicht uns viele Erkenntnisse über die religiösen Vorstellungen, aber auch die politische Organisation in der frühen Bronzezeit.
Nicht zuletzt verweist sie auf die intensive Vernetzung der frühbronzezeitlichen Eliten in Europa und bis in den Vorderen Orient.

Harald Meller, provinzialrömischer Archäologe, Prähistoriker und Landesarchäologe von Sachsen-Anhalt, ist Direktor des Landesamts für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt/Landesmuseum für Vorgeschichte.
Unter seiner Führung wurde das Landesmuseum in Halle zu einem der wichtigsten Ausstellungshäuser für Prähistorische Archäologie in Europa.

Livestream - vhs.wissen live: Die Revolution hat ein weibliches Gesicht. Die aktuelle Rolle der Frauen in Belarus.

Do., 03.03.2022, 19:30 - 21:00 Uhr, in Pfaffenhofen − Kurs-Nr. 221A1126
Dozentin:

Die Bilder haben die Welt gerührt und erschüttert: Friedliche Demonstranten in Belarus trotzten dem brutalen Regime – immer und immer wieder.
Die Osteuropa-Korrespondentin Alice Bota erzählt in dem Vortrag die Geschichten der drei maßgeblichen Protagonistinnen, die zu Politikerinnen wider Willen wurden: Swetlana Tichanowskaja, Maria Kolesnikowa und Veronika Zepkalo.
Sie zeichnet die Geschichte des Aufstands nach und wirft die Frage auf, warum der Westen - fast vor unserer Haustür - so wenig Unterstützung leistet.

Alice Bota ist Autorin und Journalistin. Derzeit berichtet sie als Auslandskorrespondentin aus Moskau für DIE ZEIT.

Livestream - vhs.wissen live: Femizide - Warum Männer Frauen töten und was wir dagegen tun müssen

Mo., 07.03.2022, 19:30 - 21:00 Uhr, in Pfaffenhofen − Kurs-Nr. 221A1128
Dozentin:

Jeden Tag versucht in Deutschland ein Mann, seine Frau umzubringen. Alle 3 Tage wird eine Frau von ihrem Partner oder Ex-Partner getötet. Hinzu kommen die Morde an Frauen durch ihnen unbekannte Täter.
Diese Verbrechen sind keine Ehrenmorde oder Beziehungstaten, sondern Femizide: Morde, die an Frauen verübt werden, weil sie Frauen sind.
Laura Backes und Margherita Bettoni zeigt in dem Vortrag, dass die Tötung von Frauen aufgrund ihres Geschlechts auch bei uns ein ernsthaftes gesamtgesellschaftliches Problem ist. Als Familientragödien verharmlost, bleiben viele Frauenmorde verborgen und verdecken die patriarchalen Macht- und Gewaltmuster, die sich tief durch unsere Gesellschaft ziehen.

Dozentin: Margherita Bettoni,Investigativjournalistin...
...mit den Schwerpunkten Organisierte Kriminalität und sexualisierte Gewalt. Sie ist Co-Autorin der Bücher »Die Mafia in Deutschland - Kronzeugin Maria G. packt aus« (Econ, 2017) und »Corona: Geschichte eines angekündigten Sterbens« (dtv, 2020). Für ihre Recherchen hat sie den Marlies-Hesse-Nachwuchspreis, den Migration Media Award und den Grimme Online Award gewonnen.

Livestream - vhs.wissen live: "Galaxien und schwarze Löcher"

Mi., 09.03.2022, 19:30 - 21:00 Uhr, in Pfaffenhofen − Kurs-Nr. 221A1130
Dozentin:

Seit der Entdeckung der Quasare vor etwa 50 Jahren haben sich die Indizien gehäuft, dass in den Zentren von Milchstraßensystemen massive Schwarze Löcher sitzen, die durch Akkretion von Gas und Sternen
effizient Gravitationsenergie in Strahlung umwandeln. Durch hochauflösende Messungen im Infrarot- und Radiobereich ist es jetzt im Zentrum unserer eigenen Milchstraße gelungen, einen überzeugenden
Beweis für diese Hypothese zu liefern, und gleichzeitig neue und unerwartete Resultate über den dichten Sternhaufen in der unmittelbaren Umgebung des Schwarzen Lochs erbracht.
Hierbei haben neue Entwicklungen in der Infrarotinstrumentierung und der adaptiven Optik und Interferometrie am neuen Großteleskop der ESO, dem VLT, eine wichtige Rolle gespielt.
Gleichzeitig ist es klargeworden, dass die meisten Galaxien massive Schwarze Löcher beherbergen, und dass diese Schwarzen Löcher bereits etwa eine Milliarde Jahre nach dem Urknall entstanden sein müssen.
Es werden diese neuen Messungen und ihre Konsequenzen für die Entstehung von Schwarzen Löchern im frühen Universum diskutiert.

Reinhard Genzel - Direktor, MPI für extraterrestrische Physik, Garching
Professor of the Graduate School, Physics and Astronomy, University of California, Berkeley, USA

Livestream-vhs.wissen live: Zusammentreffen von Mensch und Maschine: Mitbewohner, Diener, Kollege oder Konkurrent?

Di., 15.03.2022, 19:30 - 21:00 Uhr, in Pfaffenhofen − Kurs-Nr. 221A1132
Dozentin:

Sowohl im Berufs- als auch im Alltagsleben kommen wir – teils ohne uns dessen bewusst zu sein – ständig mit Techniken der Künstlichen Intelligenz (KI) in Berührung. In stark abgegrenzten Bereichen – etwa bei der Auswertung von medizinischen Bildern – zeigen Maschinen bereits heute quasi-intellektuelle Fähigkeiten, die dem nahekommen oder sogar darüber hinausgehen, was ein Mensch vermag. Welchen Einfluss haben KI-Innovationen auf das Verhältnis zwischen Mensch und Maschine? Wie könnte eine sinnvolle Arbeitsteilung zwischen Mensch und Maschine aussehen? Und wie können Mensch und Maschine voneinander lernen, um komplexe Herausforderungen in hybriden Teams zu meistern. Die Leibnizpreisträgerin Elisabeth André zeigt in ihrem Vortrag, was KI-Systeme wirklich leisten und wie sich Mensch und Maschine in ihrem Zusammenspiel ergänzen – aber nicht ersetzen - können.

Elisabeth André ist Inhaberin des Lehrstuhls für Menschzentrierte Künstliche Intelligenz an der Universität Augsburg. 2019 wurde sie von der Gesellschaft für Informatik als einer der »Zehn prägenden Köpfe der deutschen KI-Geschichte« ausgewählt. Sie befasst sich in ihrer Forschung mit der Frage, wie sich die zunehmende Komplexität von Technologien durch einen nutzungszentrierten Entwicklungsprozess abfedern lässt, damit Technik auch in Zukunft für den Menschen beherrschbar bleibt.
In Kooperation mit der Deutschen Akademie für Technikwissenschaften (acatech).

Livestream - vhs.wissen live: "Der Krieg in der Ukraine und die Rolle Chinas"

So., 27.03.2022, 19:30 - 21:00 Uhr, in Pfaffenhofen − Kurs-Nr. 221A1134_1
Dozentin:

OnlineVortrag & DiskusioRusslands Präsident Wladimir Putin hat mit dem Krieg gegen die Ukraine den größten Teil der Weltgemeinschaft gegen sich vereint. Anders als der Westen - der Russland wirtschaftlich und politisch weitestgehend isoliert hat - äußert sich China bisher sehr zurückhaltend zum Konflikt. Dabei scheint die chinesische Führung alles andere als begeistert von der Eskalation zu sein - nicht nur aus wirtschaftlichen Gründen.
An diesem Abend können Sie mit Prof. Susanne Weigelin-Schwiedrzik diskutieren, welche Bedeutung der Krieg in der Ukraine für die russisch-chinesischen Beziehungen hat.

Susanne Weigelin-Schwiedrzik ist Professorin für Sinologie am Institut für Ostasienwissenschaften der Universität Wien.
Zuvor hatte Sie eine Professur für Moderne Sinologie in Heidelberg.

Livestream - vhs.wissen live: Deutschland vom Musterstaat zum Entwicklungsland - wie kann es sein, dass wir im Vergleich zu Europa hinterherhinken?

Di., 29.03.2022, 19:30 - 21:00 Uhr, in Pfaffenhofen − Kurs-Nr. 221A1135
Dozentin:

Zu Gast bei vhs.wissen live sind Alexander Hagelüken, leitender Redakteur im Wirtschaftsteil, und Marlene Weiß, Ressortleiterin Wissen.

In Kooperation mit der Süddeutschen Zeitung

Livestream - vhs.wissen live: Umweltpolitik: gestern, heute, morgen?

Di., 29.03.2022, 19:30 - 21:00 Uhr, in Pfaffenhofen − Kurs-Nr. 221A1135_1
Dozentin:

Das Thema ist nicht neu: bereits seit Ende der 60er Jahre fordern Klimaaktivist*innen in Europa verstärkte Maßnahmen im Sinne des Umweltschutzes. Angesichts der rasant fortschreitenden Erderwärmung muss Klimaschutz als generationenübergreifende Herausforderung für Politik und Gesellschaft verstanden werden, denn insbesondere für kommende Generationen stellt der Klimawandel eine existenzielle Bedrohung dar.
Wir wollen mit verschiedenen Generationen von Aktivist*innen wie Luisa Neubauer und Cyril Dion über ihre Erfahrungen, Visionen und Ideen diskutieren.

Cyril Dion ist Schriftsteller, Regisseur und Aktivist. Er war einer der Gründer von Le Mouvement Colibris. Zu seinen Werken gehören der Dokumentarfilm Demain, der 2016 mit einem César ausgezeichnet wurde, und der Roman Imago, der den Prix Méditerranée du premier roman erhielt. 2018 war er Teil der Gruppe, die die französische Regierung wegen ihrer Untätigkeit in Bezug auf den Klimawandel verklagte.

Luisa Neubauer ist Klimaaktivistin und eine der Hauptorganisatorinnen des Klimastreiks Fridays for Future. Sie ist Mitglied von Bündnis 90/Die Grünen und Grüne Jugend. Geboren im Jahr 1996 wird sie oft die „deutsche Greta Thunberg“ genannt.
In Kooperation mit dem Goethe Institut Paris und der Heinrich-Böll-Stiftung France.
Der Vortrag findet auf Deutsch und Französisch statt.



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