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Beendet bzw. abgesagt Quantentechnologien

Di., 13.04.2021, 19:30 - 21:00 Uhr, in Pfaffenhofen − Kurs-Nr. 211A1151
Dozentin:

Wir leben in einer Informationsgesellschaft, die alles möglich zu machen scheint. Schnelles Internet, Bild und Ton in höchster Qualität, virtuelle Realitäten, soziale Vernetzung. Aber: kommt da in naher Zukunft noch was nach, vielleicht etwas ganz Mächtiges? Ja, da war was: Man hört doch immer mehr von Quantentechnologien, mit denen sich völlig neue Möglichkeiten eröffnen sollen. Was ist das genau, was ist da dran und wie funktioniert diese Technologie eigentlich?

Prof. Dr. Artur Zrenner ist Professor für Experimentalphysik an der Universität Paderborn. Dort gründete er das "Center for Optoelectronics and Photonics Paderborn". Im Rahmen eines aktuellen DFG Sonderforschungsbereichs beschäftigt er sich mit photonischen Quantentechnologien für eine sichere Datenübertragung. Seit 2014 ist Prof. Zrenner Mitglied der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech) Artur Zrenner ist Professor für Experimentalphysik an der Universität Paderborn.

In Zusammenarbeit mit der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech).

Beendet bzw. abgesagt Eva Perón - Eine argentinische Ikone

Mi., 14.04.2021, 19:30 - 21:00 Uhr, in Pfaffenhofen − Kurs-Nr. 211A1152
Dozentin:

Der Peronismus prägt Argentinien bis heute. Seine bekannteste Repräsentantin, Eva Perón, von ihren Anhängerinnen und Anhängern Evita genannt, ist im kollektiven Gedächtnis des Landes und darüber hinaus noch immer präsent. Dazu hat das Musical Evita von Andrew Lloyd Webber beigetragen, das eine machtgierige, autoritäre Präsidentengattin zeigt, die für ihre Karriere über Leichen geht. Peronistinnen hingegen - und zu ihnen zählt die aktuelle Vizepräsidentin Cristina Fernández de Kirchner - verteidigen Eva Perón als Mutter der Armen, als "Märtyrerin der Unterdrückten" und erste Feministin in einem konservativen Land, die das Frauenwahlrecht durchzusetzen vermochte. Der Vortrag setzt sich mit dem Aufstieg der Argentinierin vom "Aschenputtel" zu einer der einflussreichsten Frauen ihrer Zeit auseinander. Er erzählt, was die Faszination von Eva Perón ausmacht, warum sie von Gegnerinnen und Gegnern so gehasst wurde und welcher Mythos bis heute weiterlebt.

Prof. Dr. Ursula Prutsch unterrichtet US-amerikanische und lateinamerikanische Geschichte an der LMU München. Sie schrieb unter anderem eine Biographie über Eva Perón, die bei C.H. Beck erschienen ist.

Beendet bzw. abgesagt Grausamkeit, Gottesfurcht und Verzweiflung.

Mi., 21.04.2021, 19:30 - 21:00 Uhr, in Pfaffenhofen − Kurs-Nr. 211A1153
Dozentin:

Friedrich Wilhelm I. von Preußen, der "Soldatenkönig" (1688-1740), traumatisierte seinen Sohn, verprügelte seine Töchter, demütigte seine Beamten, verabscheute die Gelehrten, verachtete den Adel, verspottete die Frauen, war legendär geizig und detailversessen, rauchte, trank, fluchte und tobte, hielt aber peinlich auf Sauberkeit, Drill und strengste Frömmigkeit. Mit seinem bizarren Verhalten desavouierte er sämtliche Normen und Werte seiner Zeit. Im preußisch-deutschen Nationalmythos des 19. und 20. Jahrhunderts gilt er dagegen, für manche noch heute, als "Erzieher des deutschen Volkes zum Preußentum". Im Vortrag möchte ich zwei Fragen nachgehen: erstens, wie die Betroffenen damals mit dem Tyrannen umgingen, und zweitens, wie der extreme Deutungswandel zu erklären ist.

Prof. Stollberg-Rilinger ist Historikerin und Rektorin des Wissenschaftskollegs zu Berlin. Sie ist vielfach ausgezeichnet u.a. mit dem Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft.

Beendet bzw. abgesagt Neonazis und Antisemitismus: Wie groß ist die Gefahr?

Di., 27.04.2021, 19:30 - 21:00 Uhr, in Pfaffenhofen − Kurs-Nr. 211A1154
Dozentin:

Beleidigungen von und Attacken auf jüdische Mitbürger, rechtsextreme Netzwerke bei der Polizei, und eine Partei im Bundestag, die in großen Teilen nicht mehr demokratisch, sondern längst selbst rechtsextrem ist. Die Gefahr von Rechtsaußen für Freiheit, Vielfalt und Rechtsstaat ist von großen Teilen der Gesellschaft bis hin zu führenden Politikern lange nicht ernst genug genommen, sondern verharmlost worden. Alexandra Förderl-Schmid und Annette Ramelsberger sprechen darüber, was Deutschland, seine Justiz und vor allem seine Sicherheitsbehörden tun müssen, um rechte Extremisten konsequent zu verfolgen, auch in den eigenen Reihen.
Alexandra Föderl-Schmid ist seit Juli 2020 stellvertretende Chefredakteurin der Süddeutschen Zeitung.
Annette Ramelsberger ist Ressortleiterin und Gerichtsreporterin der SZ. Sie wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. über ihre Beiträge zum NSU-Prozess.

In Zusammenarbeit mit der Süddeutschen Zeitung.

Beendet bzw. abgesagt Anspruch auf heiligen Boden: Der israelisch-palästinensische Konflikt um den Tempelberg

Mi., 28.04.2021, 19:30 - 21:00 Uhr, in Pfaffenhofen − Kurs-Nr. 211A1155
Dozentin:

Auf dem Tempelberg stand einst der jüdische Tempel, der von Babyloniern und nach seiner Wiedererrichtung von den Römern zerstört wurde. Später errichteten dort die Muslime zwei Moscheen, der Ort wurde zum drittwichtigsten Heiligtum des Islam. Unter der islamischen Herrschaft war es den Juden - anders als in byzantinischer Zeit - erlaubt, an der Klagemauer zu beten. Um die damit verbundenen Auflagen entzündete sich in spätosmanischer Zeit ein Streit, der unter der britischen Mandatsherrschaft eskalierte. Schon damals kam es zu Gewalt von arabischer Seite, wo Mufti al-Husseini das Gerücht verbreitete, die Juden beabsichtigten, die Moscheen zu zerstören, um ihren Tempel wieder zu errichten. Für religiöse Juden war das Betreten des Tempelbergplateaus lange tabu. Nun aber pilgern sie in immer größerer Zahl auf den Berg und fordern, auf dem Moscheen Areal beten und sogar eine Synagoge bauen zu dürfen. Die Palästinenser fühlen sich zunehmend provoziert, zumal die jüdischen Eiferer durch ranghohe rechtsgerichtete israelische Politiker unterstützt werden. Auf den palästinensischen Widerstand reagiert Israel mit immer rigiderer Kontrolle.

Joseph Croitoru, geboren 1960 in Haifa, ist Historiker und Journalist. Lange Autor der Feuilletons der FAZ und der NZZ mit den Schwerpunkten Nahost und Osteuropa, schreibt er nun u.a. für Spiegel, die Süddeutsche Zeitung der die taz.
Im Januar 2021 erscheint bei C.H. Beck das Buch "Al-Aqsa oder Tempelberg. Der ewige Kampf um Jerusalems heilige Stätten" erschienen.

Plätze frei Afrikas Kampf um seine Kunst - Online Seminar

Di., 18.05.2021, 19:30 - 21:00 Uhr, in Pfaffenhofen − Kurs-Nr. 211A1156
Dozentin:

Schon vor 50 Jahren kämpfte Afrika um seine Kunst, die während der Kolonialzeit massenweise in europäische Museen gelangt war. Und es fand durchaus Unterstützung im Westen. Am Ende jedoch war der Kampf nicht nur vergebens, er wurde auch erfolgreich vergessen gemacht. Die Argumente aber, mit denen bereits damals versucht wurde, die Forderungen aus Afrika zu entkräften und Lösungen zu verhindern, ähneln auf frappierende Weise denen von heute.

Prof. Bénédicte Savoy ist Professorin für Kunstgeschichte an der TU Berlin und am Collège de France in Paris. 2016 erhielt sie den Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Sie hat vielfältig zu Kunstraub und Beutekunst geforscht und ist eine der prominentesten Stimmen in der Debatte um die Rückgabe geraubter Kulturgüter in westlichen Sammlungen. Zusammen mit Felwine Sarr hat sie den vielbeachteten Bericht für Emmanuel Macron zur Restitution afrikanischen Kulturguts an die Herkunftsländer verfasst. 2021 erscheint bei C.H. Beck ihr neues Buch „Afrikas Kampf um seine Kunst: Geschichte einer postkolonialen Niederlage“.
Arno Bertina ist Autor von Romanen, Essays und Radiofeatures, in denen er häufig zeitgeschichtliche Themen aufgreift. So behandelt er in dem von Bénédicte Savoy ins Deutsche übersetzten Buch „Mona Lisa in Bangoulap: Die Fabel vom Weltmuseum“ (Matthes & Seitz 2016) ebenso spielerisch wie geistreich die Widersprüche der Museumsarbeit in der postkolonialen Weltgesellschaft.

Das Gespräch zwischen Bénédicte Savoy und Arno Bertina wird moderiert von Michaela Wiegel, politische Korrespondentin der FAZ für Frankreich.

Plätze frei Regieren in unsicheren Zeiten: Was kommt nach Merkel?

Fr., 25.06.2021, 19:30 - 21:00 Uhr, in Pfaffenhofen − Kurs-Nr. 211A1157
Dozentin:

Nach 16 Jahren Kanzlerschaft geht Angela Merkel im Sommer 2021, mitten in national wie international schwierigen Zeiten. Gerade jetzt, zum ersten Mal seit 1949, können die Bürgerinnen und Bürger bei der nächsten Bundestagswahl nicht über einen Amtsinhaber urteilen. Und erstmals könnte es auf Bundesebene eine Koalition aus Union und Grünen geben, verbunden mit der Frage: Wie lange würde das halten? Wer auch immer auf Merkel folgt, muss eine Regierung zustande bringen, die vor größten Herausforderungen steht. Die Pandemie und deren soziale und wirtschaftliche Folgen werden Deutschland und die Welt noch lange beschäftigen; eine gesellschaftliche Spaltung muss verhindert werden; und der Klimawandel erfordert nicht nur einen Umbau der Wirtschaft, sondern fordert alle heraus.

Constanze von Bullion und Nico Fried arbeiten in der Parlamentsredaktion der SZ.

In Zusammenarbeit mit der Süddeutsche Zeitung.

Beendet bzw. abgesagt Enlightenment now - Aufklärung jetzt

Mi., 26.05.2021, 18:30 - 20:00 Uhr, in Pfaffenhofen − Kurs-Nr. 211A1158
Dozentin:

Das Schweizerische Institut für Auslandforschung (SIAF) in Zusammenarbeit mit dem UBS Center for Economics in Society und vhs. wissen live präsentieren Herrn Professor Steven Pinker live aus Zürich.

Der Autor spricht und diskutiert zu seinem jüngsten Werk "Enlightenment now" / "Aufklärung jetzt". Dass die Welt im 21. Jahrhundert in Chaos, Hass und Irrationalität zu versinken scheint, sei eine Illusion, ein Symptom historischer Amnesie und statistischer Trugschlüsse. Tatsächlich sei unser Leben länger, gesünder, sicherer, reicher, glücklicher und friedlicher geworden - nicht nur im Westen, sondern weltweit. Diesen Fortschritt verdankten wir den Idealen der Aufklärung: Vernunft, Wissenschaft und Humanismus, argumentiert Pinker.

Steven Pinker, geboren 1954, ist Professor im Fachbereich Psychologie der Harvard Universität. Er forscht über Sprache und Kognition, schreibt für Publikationen wie die New York Times, Time und The Atlantic und ist Autor von zehn Büchern, darunter sieben für ein allgemeines Publikum: "Der Sprachinstinkt" (1994), "Wie das Denken im Kopf entsteht" (1997), "Wörter und Regeln" (2000), "Das unbeschriebene Blatt" (2002), "Der Stoff, aus dem das Denken ist" (2007), "Gewalt: Eine Neue Geschichte der Menschheit" (2011) und "Aufklärung jetzt: Für Vernunft, Wissenschaft, Humanismus und Fortschritt. Eine Verteidigung" (2018).

Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt.

Plätze frei Navid Kermani im Gespräch

Do., 27.05.2021, 19:30 - 21:00 Uhr, in Pfaffenhofen − Kurs-Nr. 211A1159
Dozentin:

Michael Brenner und Navid Kermani haben sich in ihren Werken immer wieder mit der jüdischen Geschichte Deutschlands, den jüdisch-islamischen Wurzeln der europäischen Aufklärung sowie den Kulturen des Nahen Ostens auseinandergesetzt, der eine als Professor für Jüdische Geschichte und Kultur in München, der andere als Schriftsteller und Orientalist. 2017 hat Kermani auf Einladung von Brenner in der Großen Aula der Universität München eine vielbeachtete Rede über "Die Zukunft der Erinnerung" an die Schoah gehalten. In ihrem Gespräch werden sie, ausgehend von der Gegenwart, über die deutsch-jüdische Geistesgeschichte nachdenken, aber auch über den Orient als gemeinsamen, heute mehr denn je gefährdeten Kulturraum von Juden, Muslimen und arabischen Christen.

Navid Kermani, ist freier Schriftsteller und habilitierter Orientalist. Er ist Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung sowie der Hamburger Akademie der Wissenschaften. Für sein akademisches und literarisches Werk wurde er vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Friedenspreis des Deutsche Buchhandels und zuletzt mit der Buber-Rosenzweig-Medaille.

Michael Brenner ist Professor für jüdische Geschichte und Kultur an der LMU München. Er ist ordentliches Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften

Plätze frei Von Glanz und Elend des aufrechten Ganges

Do., 17.06.2021, 19:30 - 21:00 Uhr, in Pfaffenhofen − Kurs-Nr. 211A1160
Dozentin:

Was macht den Menschen zum Menschen? Was erhebt ihn - im wahrsten Sinne des Wortes - über alle anderen Lebewesen? Eine gängige Antwort lautet seit der Antike "der aufrechte Gang". In dem Vortrag wird die Denkfigur des "aufrechten Ganges" vorgestellt, die seit der Antike die Geistesgeschichte geprägt hat. Die Körperhaltung bestimmt stark das menschliche Selbstbild und findet in der Politik bis heute ihren Ausdruck im "aufrechten" Menschen als Metapher und Symbol für ein würdiges Leben.

Kurt Bayertz ist emeritierter Professor für Praktische Philosophie an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Sein Buch »Der aufrechte Gang. Eine Geschichte des anthropologischen Denkens« wurde 2013 mit dem Tractatus-Preis für philosophische Essayistik ausgezeichnet.



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