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Beendet bzw. abgesagt Gerd Müller: Wie das große Geld in den Fußball kam

Mo., 18.05.2020, 19:30 - 21:00 Uhr, in Pfaffenhofen − Kurs-Nr. 201A1162
Dozent: Dr. Hans Woller

Sie nannten ihn das "achte Fußball-Weltwunder" - und meinten damit Gerd Müller, der als Torjäger noch heute alle Rekorde hält. Wer war dieser Mann, der vom Provinzkicker aus ärmlichsten Verhältnissen zum Weltstar aufstieg, reich wurde und dann nach einem Ausflug in das Fußballentwicklungsland Amerika alkoholsüchtig in der Gosse landete? Der Historiker Hans Woller schildert in diesem Vortrag die Etappen dieser ungewöhnlichen Karriere - aus kritischer Distanz und zugleich voller Empathie. Die Geschichte des FC Bayern München ist dabei stets präsent. Müllers Verein etablierte sich in den 1960er und 1970er Jahren an der Spitze des europäischen Fußballs, bewegte sich aber immer am Rande des finanziellen Ruins. Wie die Insolvenz abgewendet werden konnte, welche zwielichtige Rolle dabei die bayerische Staatsregierung und die CSU spielten und in welchem Maße Superstars wie Müller oder Beckenbauer von diesen Machenschaften profitierten, ist bisher noch nie so eindringlich dargestellt worden. Fußballgeschichte wird hier zur Zeitgeschichte, die damit eine neue wissenschaftliche Dimension gewinnt.

Beendet bzw. abgesagt Brasilien: Die Zerstörung der Demokratie unter Jair Bolsonaro

Mi., 27.05.2020, 19:30 - 21:00 Uhr, in Pfaffenhofen − Kurs-Nr. 201A1164
Dozentin: Prof. Dr. Ursula Prutsch

Von 1964 bis 1985 regierten Diktatoren den größten lateinamerikanischen Staat. Auch in den Jahrzehnten davor hatte es Phasen der Diktatur gegeben. Mit der Verfassung von 1988 schien die Gefahr systematischer staatlicher Willkür gebannt und der Wille zu einer transparenten demokratischen Kultur besiegelt zu sein. Die Regierungen von Luiz Inácio Lula da Silva und Dilma Rousseff brachten Brasilien internationale Wertschätzung ein: durch ihre Sozialpolitik und ihr Bemühen, Rassismus und Diskriminierung - das Erbe der ehemals größten Sklavenhaltergesellschaft auf dem amerikanischen Kontinent - zu überwinden. Mit der Wahl von Jair Messias Bolsonaro zum Präsidenten Brasiliens wird das Land um Jahrzehnte zurückgeworfen, werden politische Errungenschaften zerstört. Wie ist der Wahlerfolg Bolsonaros zu begründen? Welche Gefahren birgt seine Politik für die Zukunft Brasiliens?

Beendet bzw. abgesagt Herrschaft der Dinge Eine neue Geschichte des Konsums und ein Blick auf morgen

Di., 02.06.2020, 19:30 - 21:00 Uhr, in Pfaffenhofen − Kurs-Nr. 201A1166
Dozent: Prof. Frank Trentmann

Was wir konsumieren ist zu einem bestimmenden Aspekt des modernen Lebens geworden. Wir definieren uns über unseren Besitz, und der immer üppigere Lebensstil hat enorme Folgen für die Erde. Wie kam es dazu, dass wir heute mit einer derart großen Menge an Dingen leben, und wie hat das den Lauf der Geschichte verändert? Frank Trentmann, Historiker am Birkbeck College der Universität London, erzählt in Herrschaft der Dinge erstmals umfassend die faszinierende Geschichte des Konsums. Von der italienischen Renaissance bis hin zur globalisierten Wirtschaft der Gegenwart entwirft er eine weltumspannende Alltags- und Wirtschaftsgeschichte, die eine Fülle von Wissen bietet, den Blick aber ebenso auf die Herausforderungen der Zukunft lenkt angesichts von Überfluss, Klimawandel und Turbokapitalismus. Im Vortrag und der danach folgenden Diskussion werden konventionelle Sichtweisen von Shopping hinterfragt und der Blick auf die Rolle des Staates und die der Zivilgesellschaft für den Aufstieg der Konsumenten und unsere heutigen Lebensweisen gerichtet. Eine Geschichte des Konsums liefert einen unverzichtbaren Beitrag zu den wichtigsten politischen und wirtschaftlichen Debatten unserer Zeit.

Beendet bzw. abgesagt Der Code der Macht: Wer beherrscht den digitalen Raum?

Do. 25.06.2020 19:30 - 21:00 Uhr, 1 x, in Pfaffenhofen − Kurs-Nr. 201A1168
Dozent: Adrian Lobe

Vom utopischen Gründergeist der frühen Entwicklungsjahre des Internets - als Ort des freien Wissens und der Unabhängigkeit - ist nicht mehr viel übrig. Regierungen zensieren das Netz und errichten elektronische Sperrzäune, Geheimdienste saugen gemeinsam mit Tech-Giganten private Nutzerdaten ab, Troll-Fabriken verbreiten Fake-News und torpedieren ganze Wahlkämpfe. Das Internet, so der bittere Befund, ist kaputt. Und niemand hat eine Strategie, wie man es reparieren kann. Viel schlimmer: Mit Sensoren, Kameras und Mikrofonen bauen wir unser eigenes Datengefängnis, aus dem es kein Entkommen zu geben scheint. Tech-Konzerne wie Apple, Amazon und Google ließen Vertragsarbeiter reihenweise Audio-Mitschnitte ihrer Nutzer auswerten: Patientengespräche, Drogengeschäfte, Sex - minutiös wurde das Leben der Anderen protokolliert. Ist es mit der Privatsphäre endgültig vorbei?

Beendet bzw. abgesagt Kommunikation in Zeiten der Krise

Mo. 23.03.2020 19:30 - 21:00 Uhr, 1 x, in Pfaffenhofen − Kurs-Nr. 201A1170
Dozentin:

Die Corona-Pandemie zeigt uns gerade auf, wie Kommunikation in Zeiten der Krise schnell in völlig verschiedene Richtungen laufen kann – und was das für Folgen hat. Kaum gehen bestimmte Botschaften in Messenger-Diensten viral, führen sie zu Hamsterkäufen. TV-Ansprachen von Politikern verursachen das Gegenteil von dem, was mit ihnen bewirkt werden soll: Sie verunsichern die Bevölkerung! Warnende Appelle werden von vielen ignoriert, umgekehrt aber auch beruhigende Informationen oft nicht mehr wahrgenommen.
Dirk von Gehlen ist Leiter der SocialMedia/Innovations-Abteilung der Süddeutschen Zeitung. Er erklärt uns die Mechanismen und konkreten Konsequenzen von Kommunikation – und warum wir uns manchmal so leicht täuschen lassen.

Beendet bzw. abgesagt Gibt es Gott und wenn ja, warum lässt er Unschuldige sterben? Die Theodizee-Frage aus philosophischer Perspektive

Mi. 25.03.2020 19:30 - 21:00 Uhr, 1 x, in Pfaffenhofen − Kurs-Nr. 201A1171
Dozent: Dr. Christian Weidemann

Ist die Corona-Epidemie ein (weiterer) Beweis dafür, dass kein Gott existiert? Was könnte ein angeblich allmächtiges und moralisch vollkommenes Wesen mit solchen Katastrophen bezwecken? Sind sie das unvermeidliche Nebenprodukt einer an sich guten Schöpfung? Eine Strafe? Sollen sie Menschen eine Gelegenheit bieten, sich zu bewähren? Steckt ein bestimmter Plan dahinter, dass es manche Personen härter trifft als andere? Oder ist das Zufall?
Viele Theologen halten es für moralisch vermessen oder gar unanständig, solche Fragen überhaupt zu stellen. Doch wie können wir ohne den Versuch einer Antwort am Bild eines liebenden Gottes festhalten? Handelt es sich bei dem genannten Bild am Ende nur um eine mehr oder weniger tröstliche Fiktion?
Andere religiöse Autoren verabschieden sich angesichts des geschilderten, sog. Theodizee-Problems von der Vorstellung eines im herkömmlichen Sinne allmächtigen Gottes. Laut ihnen KANN Gott dem Corona-Virus keinen Einhalt gebieten. Doch lässt sich auf einen derart "schwachen" Gott noch hoffen? Kann er den Tod überwinden, Gerechtigkeit herstellen, "uns erlösen"?
Christian Weidemann war u.a. Universitätsassistent am Institut für Christliche Philosophie Innsbruck, Mitarbeiter am Zentrum für Wissenschaftstheorie Münster, am Kirchenhistorischen Seminar der ev.-theol. Fakultät Münster, sowie am Lehrstuhl für Philosophisch-Theologische Grenzfragen der kath.-theol. Fakultät Bochum. Er hat Aufsätze zur Wissenschaftstheorie (v.a. Kosmologie und Evolutionsbiologie), Religionsphilosophie, Handlungstheorie und Ethik veröffentlicht. Seine Dissertation Die Unverzichtbarkeit natürlicher Theologie (2007) wurde mit dem Karl Alber Preis ausgezeichnet.

Beendet bzw. abgesagt Wie sollen wir handeln? Eine Einführung in die Ethik

Sa. 28.03.2020 19:30 - 21:00 Uhr, 1 x, in Pfaffenhofen − Kurs-Nr. 201A1172
Dozentin:

Der Umgang mit der Verbreitung des Corona-Virus lässt sich mit gewohnten Maßstäben kaum noch bewerten. Anerkannte Prinzipien, mit denen wir in den verschiedenen Bereichen des Alltags problemlos ethische Fragestellungen beantworten können, helfen kaum noch weiter. Gibt es hinter diesen vertrauten Prinzipien noch allgemeinere Maßstäbe, die unser Handeln bewerten können? Der Vortrag erörtert verschiedene Antworten auf die Frage, was eine richtige Handlung ausmacht.
Dr. Matthias Hoesch lehrt Praktische Philosophie an der Universität Münster. Am Exzellenzcluster "Religion und Politik" in Münster leitet er ein Forschungsprojekt zur Migrationsethik.

Beendet bzw. abgesagt Wirtschaftskrisen - Geschichte und Gegenwart

Mo. 30.03.2020 19:30 - 21:00 Uhr, 1 x, in Pfaffenhofen − Kurs-Nr. 201A1174
Dozentin:

Mo, 30. März, 19.30 Uhr. Welche Verläufe nehmen Wirtschaftskrisen? Welche Mittel zur Bekämpfung haben sich historisch als effektiv herausgestellt? Auf all diese Fragen gibt der vielleicht renommierteste Wirtschaftshistoriker Deutschlands, Prof. Werner Plumpe, Auskunft.

Beendet bzw. abgesagt Die USA in der Krise

Di. 31.03.2020 19:30 - 21:00 Uhr, 1 x, in Pfaffenhofen − Kurs-Nr. 201A1175
Dozentin: Dr. Markus Hünemörder

Di, 31. März, 19.30 Uhr. Das Virus Sars Cov2 hält derzeit nahezu die ganze Welt in Atem. Jetzt hat auch die Supermacht USA das Problem erkannt. Von der Kontrolle einer „ausländischen Bedrohung“ ist nur bedingt noch die Rede, der Präsident versucht mit einem beispiellosen Notfallplan zu reagieren. Die Pandemie fordert überall die Systeme bis an die Grenzen heraus und offenbart schonungslos deren Schwachstellen: Wie ist das jeweilige Gesundheitssystem aufgestellt? Welche Möglichkeiten hat der Staat in den USA überhaupt? Welche sozialen Verwerfungen zeigen sich in der Krise? Wie wirkt sie sich auf den amerikanischen Präsidentenwahlkampf und die Chancen für eine Wiederwahl von Donald Trump aus?

Markus Hünemörder promovierte 2003 zum Dr. phil. in Amerikanischer Kulturgeschichte an der Ludwig-Maximilians- Universität München. 1997 bis 2007 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Amerika-Institut, dort seit 2007 Lehrbeauftragter an der LMU München zu den Themen Verfassungs- und Rechtsgeschichte der USA, Geschichte Nordamerikas im 17. und 18. Jahrhundert, Politikgeschichte und Amerikanische Kulturgeschichte.
Veranstalter: Volkshochschule im Norden des Landkreises München e.V.

Beendet bzw. abgesagt Bayerische Geschichte (1914 bis 1945)

Mi. 01.04.2020 19:30 - 21:00 Uhr, 1 x, in Pfaffenhofen − Kurs-Nr. 201A1176
Dozent: Werner Schäfer

Mi, April, 19.30 Uhr. Die Geschichte ist ungemein vielfältig, bedingt durch politischen und staatlichen
Wandel, unterschiedliche kulturelle Erscheinungsformen, die Wechselbeziehungen zu den Nachbarländern und die Einbettung in die deutsche und europäische Geschichte. Der Abend setzt mit der Entwicklung im Ersten Weltkrieg und dem Autoritätsverfall des königlichen Systems in Bayern ein. Das Ende des Ersten Weltkriegs bringt die Geburt des Freistaates Bayern in schwerer Zeit. In der Weimarer Republik entsteht der Nationalsozialismus, die Naziherrschaft führt zu einem gleichgeschalteten Bayern, das Ende des Zweiten Weltkriegs hinterlässt ein zum Teil zerstörtes Land. Doch dann beginnt das neue politische Leben unter demokratischen Vorzeichen.

Werner Schäfer ist Historiker und OStD i. R. Sein Anliegen ist es, Geschichte anschaulich und verständlich zu vermitteln und ihre Relevanz für die Gegenwart zu zeigen.
Veranstalter: Volkshochschule



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