Zumindest gefühlt nimmt die Zahl an Kriegen auf der Welt derzeit zu. Warum uns das auffällt? Sicher nicht zuletzt deswegen, weil der Krieg uns in Deutschland näher kommt, die Konsequenzen weltweit zu spüren sind und weil wir im Allgemeinen Frieden dem Krieg vorziehen und uns die Gewalt etwa in der Ukraine sehr besorgt. Doch ist es eigentlich immer und in allen Fällen falsch, wenn ein Land einem anderen den Krieg erklärt? Gibt es möglicherweise gute Gründe für den Griff zu den Waffen? Im Vortrag lernen wir die Just War Theory (JWT), die Theorie des gerechten Krieges, kennen. Wir diskutieren, was es aus Sicht der Anhänger der JWT für Gründe geben kann, in den Krieg zu ziehen, welches Verhalten im Krieg gefordert wird und ob die Gründe dafür überzeugend sind. An ausgewählten Beispielen prüfen wir, welche Folgen sich für die Bewertung aktueller Kriege ergeben. So fragen wir auch, welchen Nutzen die JWT überhaupt hat. Andreas Wolkenstein hat Philosophie, Theologie und Geschichte in Tübingen und Paris studiert. Aktuell arbeitet er als Medizinethiker an der LMU München. In seiner Forschung untersucht er die ethischen Implikationen von KI in der Medizin. Zudem betreibt er den Podcast “Dissenspflege” (mit Sebastian Schleidgen), in dem er philosophische Themen aus dem Alltag diskutiert und für Nicht-Philosoph:innen verständlich macht.
Durch das Mehrheitswahlrecht haben die USA ein Zweiparteiensystem. Im Konflikt um die Sklavenhaltung formierten sich Demokraten als Befürworter und Republikaner als Gegner. Der Süden blieb nach dem Bürgerkrieg in demokratischer Hand. In den 1960er Jahren schlugen die Demokraten einen linksliberalen Kurs ein, die Republikaner eine libertäre Richtung. Heute stehen sich die Lager unversöhnlich gegenüber.
Was bedeuten Menschenrechte im Alltag – und warum sind sie auch heute noch keine Selbstverständlichkeit? Der Vortrag beleuchtet die Entstehung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, ihre Bedeutung in der Gegenwart und die Herausforderungen, vor denen der Schutz der Menschenwürde weltweit steht. Anhand aktueller Beispiele wird aufgezeigt, wie Menschenrechte unser tägliches Leben prägen und wo sie in Gefahr geraten – etwa durch Diskriminierung, Rassismus oder soziale Ungleichheit. Der Abend lädt dazu ein, die eigene Haltung zu reflektieren und über Wege nachzudenken, wie Menschenrechte im persönlichen Umfeld und in der Gesellschaft gestärkt werden können.
Was tun, wenn es in der Nachbarschaft ständig Ärger gibt – und alle glauben, im Recht zu sein? In diesem spannenden Planspiel bist du mittendrin! Du übernimmst eine Rolle, zum Beispiel als Mitglied einer Band, als Nachbarin oder als Teil eines Kochclubs, und versuchst gemeinsam mit den anderen, Lösungen zu finden, mit denen alle leben können. Dabei lernst du, wie man fair diskutiert, Kompromisse schließt und gemeinsam Regeln aufstellt. Ganz nebenbei entdeckst du, was Demokratie im Alltag bedeutet – und warum Respekt und Menschenwürde die Basis für ein gutes Miteinander sind. Ein interaktiver Workshop mit viel Spaß, Diskussion und echten Aha-Momenten – für alle, die Gesellschaft mitgestalten wollen.
Ein Workshop von und mit erfahrenen Coaches der Familien-, Umfeld- und Elternberatung zu Rechtsextremismus (F.U.E.R.), Teil des Beratungsnetzwerks Bayern gegen Rechtsextremismus. Wie umgehen mit Menschen denen man verbunden ist, die aber extrem rechte Einstellungen oder Verschwörungstheorien vertreten? Lernen Sie Strategien kennen, die Ihnen den Umgang erleichtern können. Inhalte des Workshops: Wie umgehen mit Menschen, denen man verbunden ist, die aber extrem rechte Einstellungen oder Verschwörungsglauben vertreten? Rechtsextremismus oder (extrem) rechte Orientierungen können sich auf unterschiedliche Arten bemerkbar machen: zum Beispiel durch rassistische, geschichtsrevisionistische oder antisemitische Äußerungen. Oder über das Teilen von gewaltverherrlichenden Chatbeiträgen, Videos oder andere Handlungen. Oder über die Anbindung an eine extrem rechte Organisation oder Gruppe. Dies alles kann sich bei Jugendlichen, Erwachsenen und Kolleg:innen, sowie auch bereits im Kindesalter zeigen. Eine Begegnung damit im privaten oder beruflichen Kontext ist oft sehr herausfordernd. Es zeigen sich Wertekonflikte, aber auch die eigene emotionale Betroffenheit und Verunsicherung in der Situation. Die Fortbildung vermittelt Fachwissen zu (extrem) rechten Phänomenen, die in Deutschland eine Verbreitung haben. Dies ist hilfreich, um in der Konfrontation damit eine sichere Einordnung machen zu können. Darüber hinaus werden die zwischenmenschliche und emotionale Ebene betrachtet, sowie Radikalisierungsverläufe verstehbar gemacht. Im gemeinsamen Austausch werden Handlungsideen und Strategien entwickelt und diskutiert. Die Teilnehmenden sind dazu eingeladen, eigene Beispiele, Herausforderungen oder Befürchtungen aus der beruflichen Praxis oder aus Privatsituationen miteinzubringen. Wer ist F.U.E.R.: Die Familien-, Umfeld- und Elternberatung zu Rechtsextremismus (F.U.E.R.) berät und unterstützt bayernweit Menschen, die in ihrem nahen sozialen, familiären oder beruflichen Umfeld mit Personen konfrontiert sind, die sich (extrem) rechts orientieren. F.U.E.R. hilft dabei, Handlungsmöglichkeiten in privaten oder beruflichen Situationen zu entwickeln, um gestärkt auch mit emotionalen Belastungen auf der Beziehungsebene umgehen zu können. Zusätzlich berät F.U.E.R. (extrem) rechts orientierte Personen, die sich von diesen Einstellungen distanzieren wollen. Zudem berät und unterstützt F.U.E.R. (sozial)pädagogische Fachkräfte im Hinblick auf einen pädagogischen Umgang mit den betreffenden Personen, zur Strategieentwicklung von pädagogischen Einrichtungen oder zu Themen, die im Berufsfeld relevant sein können (z.B. Kindeswohlgefährdung in neonazistischen Familien). Weitere Informationen zu F.U.E.R: https://www.lks-bayern.de/beratung/fuer/
Zwischen Aschermittwoch und Ostern gibt es viel zu entdecken: den Zusammenhang zwischen Palmkätzchen und Aschermittwoch, die Bedeutung der Fastenzeit und der Zahl 40 im Glauben. Wir sprechen über Hungertücher, Palmen, Esel, Lämmer, Feuer und Spaziergänge – ein vielfältiger Weg zu tieferem Verständnis des Osterfestes.
Am 08.03.2026 finden in Bayern Kommunalwahlen statt: Die kommunalen Vertretungen in den Städten, Gemeinden und Landkreisen Bayerns werden neu gewählt. Was bedeutet das genau? Wie läuft die Auszählung der Stimmen? Wie wird eine solche Wahl organisiert und durchgeführt?
Neues Angebot der Vereinsschule: Gemeinnützigkeit 2026: Neue Spielräume für Vereine Mit dem Steueränderungsgesetz 2026 treten die umfassendsten Erleichterungen im Gemeinnützigkeitsrecht seit Jahren in Kraft. Für Vereinsvorstände und Ehrenamtliche bedeutet das: weniger Bürokratie und deutlich mehr finanzielle Flexibilität. Zu den steuerlichen Änderungen bietet das Koordinierungszentrum Bürgerschaftliches Engagement (kurz KOBE) am Donnerstag, 5. Februar 2026 von 18 Uhr bis ca. 20.30 Uhr im Rahmen der „Vereinsschule“ im Großen Sitzungssaal des Landratsamts die nächste Fortbildung an. Themenschwerpunkte des Abends werden sein: Finanzielle Spielräume, Stärkung des Ehrenamts, Sicherheit im Vorstand, Mittelverwendung, Moderne Vereinszwecke und Vereinfachte Verwaltung. Dafür eingeladen ist der freie Unternehmens- und Vereinsberater, Trainier und Coach Michael Blatz aus Aichach. Er wird zu den höheren Freigrenzen im wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb und bei der Umsatzsteuer, den Anpassungen bei der Ehrenamts- und Übungsleiterpauschale, zum optimierten Haftungsschutz durch angehobene Haftungsgrenzen, mehr Freiheiten bei der zeitnahen Verwendung von Vereinsgeldern und weiteren Themen referieren. Die Fortbildung richtet sich an Engagierte und Vereinsvorstände, die einen kompakten Überblick über die neuen Rahmenbedingungen haben und die damit verbundenen Vorteile direkt für ihren Verein nutzen wollen. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist aber erforderlich und kann bei Uschi Schlosser per Mail an ursula.schlosser@landratsamtpaf.de erfolgen. Weitere Angebote im Rahmen der „Vereinsschule“ werden folgen und rechtzeitig bekannt gemacht.
In diesem Kurs schaffen wir einen geschützten Rahmen, in dem Frauen miteinander ins Gespräch kommen – unabhängig davon, welche (politischen) Überzeugungen sie selbst vertreten. Wir diskutieren dabei bewusst provokante Thesen, die über die Grenzen der eigenen Meinungs-Bubble hinausblicken. Thema des Abends: „Es kann nur eine geben“ – Rivalität und Zusammenhalt unter Frauen. Warum fällt es uns manchmal schwer, andere Frauen zu unterstützen – besonders, wenn es um Anerkennung, Einfluss oder Erfolg geht? Und was braucht es, um stattdessen echte Sisterhood zu leben – Solidarität, gegenseitige Ermutigung und Vertrauen? In diesem Dialograum sprechen wir offen über ein Thema, das oft unausgesprochen bleibt: Konkurrenz unter Frauen – im Beruf, im Ehrenamt, in der Politik oder im privaten Umfeld. Nach einem kurzen Impuls tauschen wir uns in kleinen Gruppen aus – über persönliche Erfahrungen, gesellschaftliche Erwartungen und Wege zu mehr Zusammenhalt. Nach einer kurzen Einführung tauschen wir uns in wechselnden Kleingruppen aus. Dabei gelten klare Gesprächsregeln: Respekt, Zuhören, Offenheit und die Bereitschaft, das Gegenüber nicht vorschnell zu verurteilen. Willkommen sind alle Frauen – unabhängig von (politischer) Zugehörigkeit oder Vorwissen. Ein Raum für Neugier, Reflexion und gegenseitigen Respekt.
Die Zeiten der immer schnelleren Globalisierung scheinen vorerst vorbei zu sein. Protektionismus, Zölle, Sanktionen und Industriepolitik erleben ein Comeback. Gleichzeitig bedroht der Krieg in der Ukraine die Europäische Sicherheitsordnung, und macht neue Investitionen in Sicherheit unabdingbar. Was bedeuten diese geopolitischen und ökonomischen Umbrüche für Deutschland und das deutsche Wirtschaftsmodell? Moritz Schularick ist seit Juni 2023 Präsident des Kiel Instituts für Weltwirtschaft und Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Sciences Po (Paris). In seiner Forschung beschäftigt er sich unter anderem mit Finanzmärkten und Vermögenspreisen, Fragen der monetären Makroökonomie und den Ursachen von Finanzkrisen und ökonomischer Ungleichheit. Vor seinem Ruf nach Kiel war Moritz Schularick Professor für Makroökonomie an der Universität Bonn, Direktor des dortigen MacroFinance Labs. Darüber hinaus ist er Mitglied des DFG-Exzellenz-Clusters ECONtribute sowie ordentliches Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und Academia Europea. Im Laufe seiner akademischen Karriere forschte er unter anderem an der New York University, der University of Cambridge, der Freien Universität Berlin und in der Forschungsabteilung der Federal Reserve Bank of New York. Er berät regelmäßig Zentralbanken, Finanzministerien, Investoren und internationale Organisationen. Moritz Schularick ist Preisträger des Leibniz-Preises 2022, Deutschlands wichtigstem Forschungspreis, der von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) vergeben wird. Im Jahr 2018 erhielt er den Gossen-Preis des Vereins für Socialpolitik, die bedeutendste Auszeichnung deutscher Volkswirte. Er ist Herausgeber der wichtigsten europäischen Zeitschrift für Wirtschaftspolitik, „Economic Policy“.
Rund sechs Millionen Juden wurden während der Shoa von den Nationalsozialisten ermordet. Einige zehntausend jedoch konnten gerettet werden – dank des Engagements von Menschen, die ihr eigenes Leben riskierten, um zu helfen: Frauen und Männer, die verfolgte Juden in ihren Wohnungen oder auf ihren Bauernhöfen versteckten, ihnen falsche Papiere besorgten oder sie außer Landes schmuggelten. Die israelische Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem hat dafür 27.362 Menschen den Ehrentitel „Gerechte unter den Völkern“ verliehen. Nur eine Handvoll dieser Menschen sind heute öffentlich bekannt – und die wenigen, die man kennt, sind zumeist Männer. Frauen, die Juden halfen oder retteten, sind hingegen im Nebel der Geschichte verborgen. Und dass, obwohl laut Statistiken von Yad Vashem mehr als die Hälfe aller Retter keine Retter, sondern Retterinnen waren. Yad Vashem nennt diese Frauen „Women of Valor“, also Frauen der Tapferkeit. Lilly Maier promoviert an der LMU München zu französischen Retterinnen und wird in ihrem Vortrag exemplarisch mehrere „mutige Frauen“ vorstellen. Dabei soll es auch darum gehen, warum diese Frauen in der Erinnerungskultur bis heute vernachlässigt wurden. Für Kurzentschlossene gibt es eine Abendkasse! Mehr zu Lilly Maier: https://lillymaier.wordpress.com/
Gerade in diesen stürmischen Zeiten, in denen wir uns Sorgen um die Zukunft machen, ist es wichtig sich der eigenen Kraft immer wieder bewusst zu werden oder neue Kraft aufzutanken. Mit einfachen Übungen aus dem Qi Gong arbeiten wir an unserer Haltung nicht nur körperlich, sondern auch geistig und seelisch. Aufrecht und gerade in den aktuellen Herausforderungen bleiben, das ist unser Ziel.